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Philosophischer Salon: Was leisten die Naturwissenschaften?

13. Juni 2017
19:30bis22:30

Der philosophische Salon bietet einmal im Monat ein Forum für offene, zwanglose Diskussionen zu Fragestellungen aus allen Themenspektren der Philosophie. Dabei geht es uns nicht vorrangig um Interpretations- und Auslegungsfragen bezüglich historischer Texte, sondern vielmehr um Themen und Theorien, die für unsere konkrete gesellschaftliche und intellektuelle Situation von Relevanz und Interesse sind. Jede Sitzung wird mit einem Vortrag begonnen, an den sich nach etwa einer Stunde Dauer eine offene Diskussionsrunde anschließt. Wir freuen uns über alle Interessierten – unabhängig davon, ob ihr gerade erst eure Neugier an der Philosophie entdeckt, oder bereits länger im Metier seid. Der Eintritt ist frei.

Wer in Zukunft gerne selbst einen Vortrag halten möchte, kann vor Ort mit uns in Kontakt treten.

Dieses Mal: Was leisten die Naturwissenschaften?

In den letzten Vorträgen diskutierten wir immer wieder die Frage, wie sich richtige von falschen Informationen, gute von schlechten Theorien und Wissenschaften von Pseudowissenschaften abgrenzen lassen. Mittels der Besprechung des Buches „Wege der Wissenschaft – Einführung in die Wissenschaftstheorie“ von Alan F. Chalmers soll dieses Thema um den Blickwinkel naturwissenschaftsinterner Debatten ergänzt werden.

Hier ein Blick auf den Klappentext:

„Chalmers kritische Reflexion über wissenschaftstheoretische Schulen ist zu einem Standardwerk universitärer Lehre avanciert, das inzwischen in über 15 Sprachen übersetzt wurde. Seine Popularität verdankt das Buch der Tatsache, dass es Chalmers gelingt, die komplexe Thematik in eine auch für Laien verständliche Form zu bringen und mit zahlreichen Beispielen zu illustrieren. Chalmers bietet nicht nur einen hervorragenden Überblick über klassische Ansätze der Wissenschaftstheorie, den Induktivismus, den kritischen Rationalismus sowie den Falsifikationismus und stellt die Theorien von Karl Popper, Imre Lakatos, Thomas Kuhn und Paul Feyerabend vor, sondern geht auch auf aktuelle wissenschaftstheoretische Entwicklungen ein.“

Der Vortrag wird einen Schwerpunkt auf die Darstellung des epistemologischen Teils legen und den ontologischen Teil nur kurz anreißen.

Popper, Kuhn, Feyerabend – Wer hat Recht?
Wir haben einige Vorträge gehört, die wissenschaftstheoretische Positionen, wie sie in den Naturwissenschaften goutiert werden, affirmieren. Im Kontrast dazu steht, dass traditionell Naturwissenschaftler (sic!) die Geisteswissenschaften nicht als Wissenschaften anerkennen.

Erfolgt unsere Affirmation also zu Recht? Mit Chalmers Buch versuche wird aufzuzeigen versucht, dass sich der Blick in den Naturwissenschaften für interdisziplinäres Arbeiten zu öffnen beginnt.
Die These des Vortrags ist: Diese Entwicklung ist in besonderer Weise dem kritischen Blick von Thomas Kuhn und Paul Feyerabend zu verdanken.
Als ein heute erschreckendes Beispiel für einen Forscher, der in seiner Zeit an der Ignoranz der scientific community scheiterte, kann Ignaz Semmelweiß angeführt werden, der vergeblich versuchte, seine Ärztekollegen (sic!) vom Händewaschen zu überzeugen.

https://www.youtube.com/watch?v=ddkJGuNFVRo
034 Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik Keimfreiheit – Ignaz Semmelweis und Joseph List(er)

Hätte Semmelweiß etwas tun können, um von seiner Theorie zu überzeugen?

Posted in Termine im V6.


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