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Philosophischer Salon: Soziale Erkenntnistheorie I. Vertrauen in epistemische Autoritäten

15. Februar 2017
19:30bis22:30

Der philosophische Salon bietet einmal im Monat ein Forum für offene, zwanglose Diskussionen zu Fragestellungen aus allen Themenspektren der Philosophie. Dabei geht es uns nicht vorrangig um Interpretations- und Auslegungsfragen bezüglich historischer Texte, sondern vielmehr um Themen und Theorien, die für unsere konkrete gesellschaftliche und intellektuelle Situation von Relevanz und Interesse sind. Jede Sitzung wird mit einem Vortrag begonnen, an den sich nach etwa einer Stunde Dauer eine offene Diskussionsrunde anschließt. Wir freuen uns über alle Interessierten – unabhängig davon, ob ihr gerade erst eure Neugier an der Philosophie entdeckt, oder bereits länger im Metier seid. Der Eintritt ist frei.

Wer in Zukunft gerne selbst einen Vortrag halten möchte, kann vor Ort mit uns in Kontakt treten.

Dieses Mal:  Soziale Erkenntnistheorie I. Vertrauen in epistemische Autoritäten

„Warum glauben Sie, was Sie die Professorin im Auditorium lehrt?“

„Weshalb halten Sie für wahr, was in der Zeitung steht?“

Der sozialen Erkenntnistheorie zur Folge ist der überwiegende Teil unseres Wissens sozial vermittelt. Die Frage, warum wir eine Überzeugung für wahr halten, zielt vor diesem Hintergrund auf den epistemischen Status des Zeugnisses anderer ab. Da wir aus Gründen begrenzter Ressourcen und Kompetenzen nicht in der Lage sind, diese Zeugnisse steter qualifizierter Prüfung zu unterziehen, sind wir darauf angewiesen, unseren Mitmenschen und Institutionen zu vertrauen. In diesem Vortrag gehe ich der Frage nach den Funktionen epistemischer Autoritäten und den Problemen der Rechtfertigung sozialer Glaubwürdigkeitspräsumtionen nach. Der Vortrag schließt mit einer Anwendung der diskutierten Modelle auf die Phänomene des systematischen Misstrauens gegenüber dem Journalismus („Lügenpresse“) und den Wissenschaften („Systemwissenschaft“), ihrer (mangelnden) Rechtfertigung und einigen Erklärungsskizzen.

 

Anmerkung I

Im kommenden Monat (14.03.; ab März findet der Philosophische Salon stets am 2. Dienstag im Monat statt) folgt der zweite und vorläufig abschließende Teil dieser Reihe: „Soziale Erkenntnistheorie II. Ideologiekritik sozio-epistemischer Rahmenbedingungen.“ Ein Besuch des ersten Vortrags ist für das Verständnis zwar empfehlenswert, aber nicht obligat.

 

Anmerkung II

Für den 15.02. war ursprünglich der Vortrag „Die Darstellung Piłsudskis in der polnischen Gesellschaft zur Zeit der Flüchtlingskrise – Ideal und Wirklichkeit einer Identifikationsfigur“ angekündigt. Leider muss dieser Vortrag kurzfristig ausfallen. Ggf. wird er jedoch im Laufe des Jahres nachgeholt.

Posted in Termine im V6.


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