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Merkels Land

11. Februar 2017
15:00bis18:00

Vor einem Jahr hat die Kanzlerin der BRD ein Kriterium für die Güte ihrer Nation in Umlauf gebracht: Der Gesichtspunkt, unter dem sich das Land auch im moralischen Sinne als „ihr Land“ bewähre, sei der Umgang mit Flüchtlingsmassen. Im Positiven wie im Negativen hat sich die Nation dieses Kriterium seitdem zu eigen gemacht. In einem sind sich alle einig: Ausgerechnet an der peripheren Frage der Verdauung des Flüchtlingsstroms soll sich entscheiden, was von dieser Republik zu halten sei.

Die Meinung der Herrschenden ist zwar die herrschende Meinung, deswegen – obwohl Demokratie herrscht – aber noch lange nicht wahr; ihr Beurteilungskriterium ist im Gegenteil an Unsachlichkeit nicht zu überbieten. Deshalb empfiehlt sich ein nüchterner Blick auf die deutsche Klassengesellschaft, die die Kanzlerin als „ihr Land“ schätzt und die ihr Volk als Heimat so gut findet. Wir wollen uns daher sachlich mit dem Stand des deutschen Kapitalismus auseinandersetzen, also mit seiner Industrie, seinen Arbeitsplätzen und einem Jahrzehnt staatlicher Krisenbewältigung.

Wir werden dann den Lebensstandard und die sozialstaatliche Fürsorge im reichsten Land Europas betrachten, also sowohl das freie Privatleben als auch die Hilfen des deutschen Sozialstaats. Zu guter Letzt dürfen wir den deutschen Imperialismus nicht aus dem Auge verlieren, mithin unseren Euro und unser Europa, die Handelspolitik, die Rettung unserer Umwelt, unsere weltweite politische Verantwortung und natürlich unsere Flüchtlinge.

Wir werden uns bei der Diskussion an den gleichlautenden Artikeln in den Gegenstandpunkt – Ausgaben 3-16 und 4-16 orientieren, die zur Lektüre empfohlen sind.

Posted in Termine im V6.


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