Skip to content


Philosophischer Salon: Zur Beurteilung von Verschwörungstheorien

16. März 2016
19:00bis22:00

Der philosophische Salon bietet einmal im Monat ein Forum für offene, zwanglose Diskussionen zu Fragestellungen aus allen Themenspektren der Philosophie. Dabei geht es uns nicht vorrangig um Interpretations- und Auslegungsfragen bezüglich historischer Texte, sondern vielmehr um Themen und Theorien, die für unsere konkrete gesellschaftliche und intellektuelle Situation von Relevanz und Interesse sind. Jede Sitzung wird mit einem Vortrag begonnen, an den sich nach etwa einer Stunde Dauer eine offene Diskussionsrunde anschließt. Wir freuen uns über alle Interessierten – unabhängig davon, ob ihr gerade erst eure Neugier an der Philosophie entdeckt, oder bereits länger im Metier seid. Der Eintritt ist frei.

Wer in Zukunft gerne selbst einen Vortrag halten möchte, kann vor Ort mit uns in Kontakt treten.

Dieses Mal: Zur Beurteilung von Verschwörungstheorien

In seiner – eher essayistischen – Monographie „Verschwörungstheorien. Eine philosophische Kritik der Unvernunft“ (2015) versucht sich Karl Hepfer an einer Strukturanalyse von Verschwörungstheorien samt möglicher Erklärungen für deren kognitive Attraktivität (und somit ihrer Genese und ihrer Adaption durch geneigte Akteure). Eine seiner zentralen Thesen ist, dass Verschwörungstheorien in ihrer Formulierung und Rechtfertigungslogik einige (mitunter: scheinbare) signifikante Übereinstimmungen mit wissenschaftlichen Theorien aufweisen. In diesem Vortrag werden ausgewählte wissenschaftstheoretische Erwägungen Hepfers zum Verhältnis zwischen Wissenschaft und Verschwörungstheorien diskutiert.

Der Vortrag geht dabei von der Idee aus, dass wir noch vor der empirischen Überprüfung einer Theorie eine Qualifizierung dieser Theorie vornehmen können und müssen, denn es können nicht alle ungeprüften empirischen Theorien als gleichrangig erachtet werden. Die Leitfrage ist, welche Merkmale von Theorien eine solche präsumtive Qualifizierung und Hierarchisierung zulassen. Offensichtlich betrifft diese Idee nicht allein die Beurteilung von Verschwörungstheorien – doch ist der Umgang mit solchen Theorien aufgrund ihrer potenziellen praktischen Konsequenzen von besonderem politisch-aufklärerischen Interesse und steht deshalb im Fokus des Vortrags.

Posted in Termine im V6.


0 Responses

Stay in touch with the conversation, subscribe to the RSS feed for comments on this post.



Some HTML is OK

or, reply to this post via trackback.